Wegweiser für Vorsorge, Trauer und Trost

Autor: T und T (Seite 3 von 5)

Vorsorgeregister

Vorsorgeregister hat Vorteile für Ärzte und Patienten

Funktionserweiterung des ZVR trat im Januar 2023 in Kraft.

Das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR) trägt maßgeblich zur Rechtssicherheit und Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Bürger/innen bei. Es wird bereits seit 2004 von der Bundesnotarkammer als staatliche Einrichtung geführt. Dort sind inzwischen über 5,6 Millionen Vorsorgeverfügungen registriert. Bisher konnten nur Betreuungsgerichte das ZVR einsehen. Die Funktionserweiterung des ZVR beruht auf dem Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts, das am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist. Die Erweiterung des Einsichtsrechts auf Ärztinnen und Ärzte hat greifbare Vorteile für Patient, Arzt und Betreuungsrecht.

Viele Ärztinnen und Ärzte haben es in ihrem Klinikalltag häufig mit Personen zu tun, die in einer gesundheitlichen Notsituation keine eigenen Entscheidungen mehr treffen können. Durch eine Abfrage des Vorsorgeregisters können Ärzte nun schnell und einfach erfahren, ob und welche Vorsorgeregelungen ein Patient für den Notfall getroffen hat und wer für ihn Entscheidungen zum Wohl des Patienten fällen darf.

Im Hinblick auf die Betreuungsrechtsreform ist auch der Umfang des Registerinhalts erweitert worden. Seit dem 1. Januar 2023 können Bürger/innen neben Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen auch isolierte Patientenverfügungen und Widersprüche gegen das neu eingeführte Ehegattennotvertretungsrecht registrieren. Weitere Informationen zum Zentralen Vorsorgeregister und zum Ärzteeinsichtsrecht finden Sie im Internet unter www.vorsorgeregister.de

Foto: fotolia

Neue Hospizbegleiter starten ins Ehrenamt

Sterbende zu begleiten heißt zuzuhören

Neue Hospizbegleiter des Ev. Johanneswerks starten ehrenamtlich in sechs Bielefelder Altenheimen und in der privaten Häuslichkeit

Sie setzen sich bewusst mit dem Thema Sterblichkeit auseinander, um andere auf ihrem schweren Weg begleiten zu können: Acht Bielefelder haben ihre Ausbildung zum Hospizbegleiter im Ev. Johanneswerk erfolgreich abgeschlossen und engagieren sich jetzt ehrenamtlich in der Sterbebegleitung. Ihre Einsatzorte: Sechs Pflegeeinrichtungen des diakonischen Trägers und das private Zuhause Betroffener, die über das Palliativnetz Bielefeld vermittelt werden.

Ein dreiviertel Jahr lang hatten sich die Kursteilnehmer vorbereitet, trafen sich wöchentlich und stiegen intensiv in die Thematik von Tod und Sterben, aber auch die eigene Vergänglichkeit ein – etwas, das einige anfangs an persönliche Grenzen führte. „Unser eigenes Ende ist selten ein Thema, das auf den Tisch kommt, wenn man abends gemütlich mit Freunden zusammensitzt“, erläutert erklärt Hospizkoordinatorin Eva Blomeier, die den Kurs leitet und nun die Zertifikate an die neuen Hospizbegleiter übergab. Doch es sei wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, um Verständnis für die Gedanken und Bedürfnisse Sterbender zu entwickeln.

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Das Leben ist nicht planbar…

Wir erleben Krisen, Schicksalsschläge und müssen uns von Menschen verabschieden.

Da ist es zum einen eine lange Krebserkrankung, der plötzliche Unfalltod oder aber ein Suizid. Das Leben teilt sich für Betroffene in ein „Davor“ und ein „Danach“.

So unterschiedlich wie die Sichtweise auf den Verlust eines nahen Angehörigen ist, so vielfältig sind auch deren Bewältigungsstrategien. Welche Ressourcen stehen Betroffenen zur Verfügung und welche Perspektiven können entwickelt werden?

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Witwen und Witwer

Es kommen finanzielle Veränderungen und Herausforderungen

Witwen und Witwer müssen nicht nur Tod und Verlust eines nahen Menschen verkraften. Es kommen finanzielle Veränderungen und Herausforderungen dazu. Denn mit dem Tod des Partners ändert sich oft das Haushaltseinkommen, Rente oder Gehalt von Partner oder Partnerin fallen weg. In dieser Situation bietet der neue Ratgeber der Stiftung Warentest, der Finanzplaner Witwen und Witwer, praktische Unterstützung.

Drei Fragen an die Autorin des Ratgebers Isabell Pohlmann:

Was kann jetzt nicht warten?
Wenn es für die verstorbene Partnerin oder den Partner zum Beispiel eine Risikolebensversicherung gab, muss das Versicherungsunternehmen schnell informiert werden – „unverzüglich“ heißt es dazu in den Vertragsbedingungen -, damit die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt werden kann. Je nachdem, wie die Paare ihre Finanzen vorher organisiert hatten, ist es außerdem wichtig, sicherzustellen, dass beispielsweise wichtige Verträge und Kredite weiter bedient werden, wenn sich bisher der Partner um diese Zahlungen gekümmert hat. Um keine Termine zu versäumen, empfiehlt es sich deshalb, zeitnah sämtliche Kontounterlagen zu sichten. Damit verbunden ist auch zu klären, wie der oder die Hinterbliebene überhaupt finanziell dasteht, wenn zum Beispiel das Monatsgehalt des Partners wegfällt oder dessen Altersrente nicht mehr gezahlt wird. Ein umfassender Finanzcheck, welche Einnahmen und Ausgaben bleiben, was wegfällt und wie viel etwa durch die Hinterbliebenenrente neu hinzukommt, ist unbedingt zu empfehlen.

Wie bekommen Hinterbliebene die Witwen- oder Witwerrente und wie hoch fällt sie aus?
Die Witwenrente, die für viele Hinterbliebene eine wichtige Grundlage ist, um nach dem Tod des Partners den Alltag weiter finanziell bestreiten zu können, muss bei der gesetzlichen Rentenversicherung beantragt werden. Die Höhe der Rente wird vom Rentenanspruch des Verstorbenen abgeleitet, bis zu 60 Prozent davon stehen der Ehepartnerin oder dem Partner zu. Sie kann allerdings gekürzt werden, zum Beispiel, wenn die Angehörigen noch berufstätig sind und ein zu hohes Gehalt bekommen. Um die genauen Vorgaben für die Rente zu klären und Hilfe beim Antrag zu bekommen, lohnt es sich auf jeden Fall, einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung zu vereinbaren. Die Beratung ist kostenlos.

Wo kann ich mir Hilfe holen, wenn ich allein mit Finanzangelegenheiten überfordert bin?
Die erste Frage wäre hier: Gibt es im Familien- oder Bekanntenkreis jemanden, der sich auskennt und bei den organisatorischen Aufgaben behilflich sein kann. Ansonsten geht es darum, vorhandene Beratungsangebote zu nutzen, zum Beispiel das der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer unsicher ist, was steuerlich zu erledigen ist, könnte im ersten Schritt beim Finanzamt nachfragen. Gerade bei größeren Entscheidungen, etwa wenn es um die künftige Geldanlage geht, kann der Besuch bei einem unabhängigen Berater sinnvoll sein.

Quelle: Stiftung Warentest
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Führungsreihe auf den städtischen Friedhöfen

Führungsreihe auf den städtischen Friedhöfen in Bielefeld

Die städtischen Friedhöfe neu entdecken – sie sind nicht nur Bestattungsorte, sondern auch Orte, an denen Stadtgeschichte sowie Flora und Fauna erlebbar sind.

Sonntag, 26. Juni 2022, 11:00 – 12:30 Uhr
Da müssen wir durch! – Doch wo führt das hin?
Heinz Flottmann lädt zu einem Gedankenspaziergang über Leben und Tod auf dem Sennefriedhof ein. Er geht den Fragen nach „Was kommt danach?“ und „Was war eigentlich davor?“
Leitung: Heinz Flottmann
Treffpunkt: Sennefriedhof Haupteingang, Brackweder Straße 80
Kostenbeitrag: 12,00 Euro


Sonntag, 07. August 2022, 11:00 – 12:30 Uhr
Johannisfriedhof – Zurück zu den Wurzeln

90 Minuten zwischen Leben und Tod mit Heinz Flottmann. Der Johannisfriedhof ist ein ganz besonderer Ort. Spektakuläre Grabsteine, ungewöhnliche Natur und viel lokale „Ex-Prominenz“ machen den Parkfriedhof zu einem Stückchen Erde, auf dem Erinnerung und Vergessen auf natürliche Art und Weise ineinander übergehen. Ein Spaziergang zurück zu den Wurzeln mit Gedanken, Anekdoten, Liedern und wenig Beachtetem.
Treffpunkt: Johannisfriedhof – Friedhofskapelle, Am Botanischen Garten 1d
Kostenbeitrag: 12,00 Euro


Sonntag, 21. August 2022, 09:30 – 10:45 Uhr
Friedhof Vilsendorf – Ein junger Stadtteilfriedhof stellt sich vor
Der direkt neben der Epiphaniaskirche gelegene Friedhof wurde im Jahr 1958 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Damit gehört der Friedhof zu den jüngsten im Bielefelder Stadtgebiet. Trotzdem gibt es eine Menge über ihn zu erzählen. Deswegen möchten wir gemeinsam mit Ihnen den Friedhof entdecken. Dabei werden neben der Geschichte des Friedhofs auch der Wandel der Bestattungskultur und dessen Auswirkungen erläutert. Auch möchten wir Ihnen im Rahmen dieser Führung näherbringen, dass Friedhöfe nicht nur ein Ort der Bestattung sind, sondern auch der Erholung, der ökologischen Vielfalt und der Geschichte.
Leitung: Katrin Janinhoff und Silke Kroll
Treffpunkt: Friedhof Vilsendorf – Eingang am Epiphanienweg


Sonntag, 04. September 2022, 11:00 – 12:30 Uhr
Da müssen wir durch! – Doch wo führt das hin?
Heinz Flottmann lädt zu einem Gedankenspaziergang über Leben und Tod auf dem Sennefriedhof ein. Er geht den Fragen nach „Was kommt danach?“ und „Was war eigentlich davor?“
Leitung: Heinz Flottmann
Treffpunkt: Sennefriedhof Haupteingang – Brackweder Str. 80
Kostenbeitrag: 12,00 Euro


Sonntag, 18. September 2022, 11:00 – 12:30 Uhr
Johannisfriedhof – Ein Friedhof erzählt Geschichten
Neben seiner Hauptfunktion als Bestattungsort hat der Johannisfriedhof zusätzlich eine große Bedeutung für das Bielefelder Grünsystem. Die reizvolle Anlage verfügt über üppige Pflanzstreifen zwischen den Gräbern, eine ausgedehnte Rasenachse sowie einen geschwungen geführten Rundweg. Daneben zeugt der reichhaltige alte Baum- und Rhododendronbestand von der früheren großzügigen Ausstattung. Der Johannisfriedhof wird von einer Vielzahl an historisch und künstlerisch wertvollen Grabmalen geprägt. Hier finden sich ausgedehnte Familiengrabstätten mit prunkvollen Monumenten und aufwändigen Einfassungen. Bekannte Bielefelder Bürgerinnen und Bürger, Fabrikanten und Politiker haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Einige dieser Grabmäler stehen bereits unter Denkmalschutz, weitere werden hinzukommen. Bei diesem Rundgang werden Sie nicht nur Details zu ausgewählten Denkmälern erfahren, sondern auch Wissenswertes über diejenigen Personen, deren Grabstätten diese Steine zieren.
Leitung: Katrin Janinhoff und Martina Hollmann
Treffpunkt: Johannisfriedhof
Friedhofskapelle, Am Botanischen Garten 1d


Sonntag, 23. Oktober 2022, 18:00 – 19:30 Uhr
Bestattungskultur – Andere Länder, andere Sitten
In Dunkelheit gehüllt, wird der bewusste Eindruck des Friedhofs ausgeblendet und der Blick gezielt auf Orte gelenkt, die Anlass dazu geben, über Bestattung in anderen Kulturen, deren Umgang mit den Verstorbenen, Trauerfeiern und Totengedenken zu erzählen. Dazu gibt es interessante und durchaus unterhaltsame Geschichten in abendlicher mystischer Stimmung.
Bitte Taschenlampe mitbringen, falls vorhanden
Leitung: Heidrun Nelle und Katrin Janinhoff
Treffpunkt: Sennefriedhof
Alte Kapelle, Brackweder Straße 80


Foto: Markus Galla

Bestattung der Sternenkinder in Bielefeld

Beerdigung der Sternenkinder aus Bielefelder Krankenhäusern

Ein Kind während der Schwangerschaft zu verlieren ist eine sehr schmerzliche Erfahrung. Jedes Kind, wie klein auch immer es sein mag, darf individuell von den Eltern bestattet werden.
Wenn keine individuelle Bestattung gewünscht wird, sorgen die Krankenhäuser in Bielefeld in Zusammenarbeit mit der Stadt für eine würdige Bestattung der tot- und fehlgeborenen Kinder und übernehmen die Kosten.
Montag den 02. Mai 2022
Beginn: 14.30 Uhr
im Atrium hinter der Alten Kapelle auf dem Sennefriedhof

Die Eltern und Angehörigen sind herzlich dazu eingeladen.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Barbara Fischer, Klinikseelsorgerin,
Tel: 0521/943-7775

Trauercafé im BZ Kreuzstraße immer am 1. Sonntag im Monat

Trauercafé im BZ Kreuzstraße in Bielefeld

Sonntags gemeinsam Kaffeetrinken

Ein Ort zum Reden, Lachen, Weinen und Trösten ist das Offene Trauercafé im Begegnungszentrum Kreuzstraße der Diakonie für Bielefeld an jedem 1. Sonntag im Monat.

Das nächste Trauercafé hat am Sonntag, den 07. April 2024, geöffnet. Von 15:00 bis 17:00 Uhr sind alle Menschen in Trauer, die nicht alleine ihren Sonntagskaffee trinken möchten, in das Begegnungszentrum in der Kreuzstraße 19a eingeladen. Erfahrene ehrenamtliche Mitarbeitende spenden Trost oder hören einfach nur zu. Eine Anmeldung zum Trauercafé ist nicht erforderlich.

 

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Friedhöfe sind Orte der Ruhe

Der Friedhof, ein Ort auch für die Lebenden

Die Vegetation auf manchen Friedhöfen ähnele derjenigen vor 150 Jahren.

Friedhöfe gehören nach Worten der Botanikerin Corinne Buch zu den artenreichsten Flächen in Städten.

Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Hier finden Besucher die notwendige Stille zur Besinnung und für die Trauer um Verstorbene. Gleichzeitig bieten Friedhöfe bei entsprechender naturnaher Gestaltung wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Weiterlesen

Symbolik der Pflanzen

Der Valentinstag  ist der  Tag der Liebenden – auch auf dem Friedhof

Immer mehr Menschen  nutzen  den  14. Februar  als  Gedenktag  und  besuchen  ihre Verstorbenen auf dem Friedhof.

Wie oft es Friedhofsgärtner in ihrem Beruf mit der Bedeutung der Pflanzen, mit ihrer Symbolik und den vielfältigen Sinngehalten zu tun haben, wird vielen Menschen besonders am Valentinstag bewusst. Dabei sollte eben nicht nur an die roten Rosen als Ausdruck empfundener Liebe zu einem Menschen gedacht werden. Blumen und Pflanzen, Bäume und Sträucher begleiten uns im täglichen Leben. Natürlich auch im Tod. In besonderer Weise sollen sie Trauer zum Ausdruck bringen, Trost spenden und den Lebenden Hoffnung geben sowie Erinnerungen an die Verstorbenen aufrechterhalten.

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Neue Trauergruppe startet Anfang November 2021

Wegbegleitung für Trauernde

Plätze in neuer Trauergruppe frei

Nach dem Tod eines nahestehenden Menschen erscheinen gewohnte Wege oft versperrt oder mühsam zu gehen. Die Hospizarbeit im Ev. Johanneswerk bietet für Menschen in Trauer ab November eine Wegbegleitung im Rahmen von Gruppentreffen an, um ihren Verlust zu bewältigen. Begleitet und unterstützt werden sie von zwei ausgebildeten Trauerbegleiterinnen. Für die Treffen sind jetzt wieder einige Plätze frei geworden. Innerhalb der Trauergruppe können Betroffene in einem geschützten Raum über ihre Gefühle sprechen, sich mit anderen austauschen und Verständnis für ihre Situation erleben.

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